Prehistorisch monument: de prehistorische vuursteenmijnen te Rijckholt - st. Geertruid (vuursteenmijn)

De prehistorische vuursteenmijnen van Rijckholt - St. Geertruid

Prehistorisch monument: de prehistorische vuursteenmijnen te Rijckholt - st. Geertruid (vuursteenmijn)

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Suzammenfassung

Ein großes prähistorisches Feuersteinabbaugebiet liegt im Südosten der Provinzhauptstadt Maastricht (Niederlande) am rechten Ufer der Maas in der Umgebung der Orte Rijckholt und St. Geertruid, eine untersuchte Stelle davon im heutigen Naturschutzgebiet "Salvelsbos", 3,5 km von rechten Maasufer entfernt.

Forschungsgeschichte:

1881 wurde die Fundstelle von dem belgischen Archäologen Marcel du Puydt während eines Besuches der Provinz Limburg entdeckt. 1887 fand er, nach einer Rodung des Waldes am Hang der Hochterasse, das "Grand Atelier", einen Werkplatz, der bis zu einer Höhe von 1,50 m mit Feuersteinartefakten bedeckt war. Der umfang des hier verarbeiteten Feuersteinmaterials wurde auf rund 250 cbm berechnet.

Von 1903 bis 1953 untersuchte der Lütticher Professor Joseph Hamal_Nandrin das Gebiet. Zusammen mit seinem Kollegen Professor Jeam Servais und später mit seinem Schülerin Madelaine Ophoven kam er zu der überzeugung daß der Platz mehrere vorgeschichtliche Kulturphasen hindurch benutzt worden war.

1910 entdeckte J. Jamal-Nandrin an der Oberfläche die ersten Andeutungen von Schächten, und 1914 gelang es ihm, im Hang des Trockentales "de schone Grub" einiger Meter in die Grubenbau vorzustoßen.

Von 1929 bis 1932 haben Dominikaner-Mönche umfangreiche Grabungen durchgeführt. Sie fanden mehr als 100 Hirschhornhacken , schwarze Tonscherben, einen polierten Hirschhornhammer und  rund 1200 Feuersteinhacken (Picken).

Zwichen den Jahren 1923 und 1925 stellten auch erstmals niederländische Wissenschaftler in der "Schonen Grub" Untersuchungen an. A.E. van Giffen und W.G.N. van der Sleen kamen ebenfalls zu der überzeugung, daß hier der Feuerstein im Untertagebau gewonnen wurde.

1964 nahm Professor H.T. Waterbolk von der archäologischen Abteilung der Universität Groningen die Untersuchungen mit einer Grabung oberhalb  des Terrassenhanges wieder auf. An der Stelle, an der van Giffen kreisförmige Wohnplätze vermutet hatte , entdeckte er die Grundrisse van 10 Schächten. Sie durchteuften eine Deckschicht aus lehmigen Kies und erreichten nach 7 m die anstehende Kreide. Die von . der Sleen angedeutete Größere Ausdehnung der prähistorischen Grubenbaue konnte damit zunächst bewiesen werden.

Neuere Grabungen:

Für eine gezielte archäologische Untersuchung der Grubenbaue fehlte es an bergmännischer Erfahrung. W.M. Felder, Mitarbeiter des "Geologischen Dienst" in Heerlen (NL) und interessierter Freizeitarchäologe, entschloß sich zusammen mit einer Gruppe im Bergbau erfahrener Mitarbeiter dieses Problem zu Lössen.

Sein Ziel war es, zwischen dem "Grand Atelier" und dem von H.T. Waterbolk aufgedeckten Schachtfeld einen Stollen in den Hang vorzutreiben, um die dabei angefahrenen prähistorischen Abbaubetriebe "Vor Ort" untersuchen zu können.

Von 1964 bis 1972 hat die "Arbeitsgruppe Prähistorischer Feuersteinbergbau" der Niederländischen Geologischen Gesellschaft, Sektion Limburg, im Feuersteinbergwerk von Rijckholt-St. Geertruid Ausgrabungen durchgeführt. Die Mitglieder der Gruppe haben zusammengenommen 3.767 Tage ihrer Freizeit mit der Untersuchung des Feuersteinbergwerks zugebracht. Die Abfassung von Zwischenberichten und Publikationen haben etwa noch einmal soviel Zeit gekostet.

Die Ausgrabungen gingen von einem nahezu 150 m langen Tunnel aus, der quer durch das neolithische Abbaugebiet getrieben wurde. Auf beiden Seiten des Tunnels wurden die prähistorischen Stollen auf einer Länge von 10 m untersucht. Bisher ist kein weiteres Feuersteinbergwerk in diesem Umfang erforscht worden. Auf einem Gesamtfläche von 2.436 m2 wurden 75 Schächte and 1.526 m2 Stollen untersucht. Das eigentliche Abbaugebiet ist allerdings noch sehr viel größer.
Der Untertagebau erstreckt sich über ca. 8 Hektar. Insgesamt wurde Feuerstein in einem etwa 12 Hektar großen Bereich abgebaut, Schlagabfälle finden sich aber in einem ca. 25 Hektar großen Areal.

Alle entdeckten Schächte and Stollen wurden detailliert dokumentiert. Die Ausgrabungen erbrachten 14.549 Artefakte, davon 14.217 Steinpickel, 216 Hammersteine and 43 Hohlräume von hölzernen Objekten, sowie einige Knochen von Reh and Rind. Außerdem kamen ein menschlicher Schädel, zahlreiche Knochen von kleineren Säugetieren, tausende Schneckengehäuse and Holzkohle zutage. 14C-Messungen an Holzkohlen in 2004 ergaben Datierungen zwischen 4315-4040 BC, allerdings werden die Abbauaktivitäten bis etwa 3.400 BC oder sogar 2.650 BC angedauert haben.

Die angewendeten Ausgrabungsmethoden werden beschrieben and es wird der Versuch unternommen, die prähistorischen Abbaumethoden zu rekonstruieren.

Die Kalkulation der absoluten Menge des abgebauten Feuersteins (14-16 Mio. Kilogramm von einem 8 Hektar grollen Abbaugebiet) und Anzahl der Schächte (ca. 2000) Läßt vermuten, daß sich im Untergrund noch mehr als 400.000 Steinartefakte befinden.

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